Archiv für März 2010
“Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl”: Der neue Roman von Stephenie Meyer
Fans der “Twilight”-Reihe von Stephenie Meyer wird es freuen, dass im Juni 2010 der neueste Roman der Autorin im Carlsen Verlag erscheinen wird und zwar zeitgleich mit der Orginalausgabe. Es wird ein Wiedersehen mit einer flüchtigen Bekannten aus “Bis(s) zum Abendrot” geben, die nun die Handlung tragen soll: Bree Tanner. Mit dem Titet reiht sich das neue Buch schonmal perfekt in die Bis(s)-Serie ein, bleibt nun also noch abzuwarten, ob auch die Handlung zu überzeugen vermag.
Hauptfigur des Romans ist das Vampirmädchen Bree Tanner, die ihre Reise mit einer Armee neugeborener Vampire schildert, die aufgebrochen ist, um Bella Swann und die Cullens zu vernichten. Das neue Buch öffnet einen Blick auf die dunkle Seite von Bellas und Edwards Welt.
“Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl – Das kurze zweite Leben der Bree Tanner”
Aus dem Amerikanischen von Katharina Diestelmeier
Umschlag von Sonya Pletes
ca. 224 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag
€(D) 15,90 / €(A) 16,40 / sFr 28,90
ISBN 978-3-551-58200-3
Weiterführende Links
Bella und Edward beim Carlsen Verlag
Pressemeldung zu “Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl”
Homepage der Autorin
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Kaltschnäuzig – J.F. Englert
Verlag: Goldmann | Leseprobe
ISBN: 978-3-442-47023-5
Seiten: 285
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 7,95
ET: 03.2010
Ein Anruf der Polizei stört das Verdauungsschläfchen von Labrador Randolph und Herrchen Harry. In einer schäbigen Manhattaner Pension wurde die Leiche eines Diplomaten gefunden. Ein bizarrer Anblick: Der Tote ist nur mit Herzchen-Boxershorts und einem Fallschirm bekleidet – doch neben ihm finden sich Fotos von Imogen, der Frau, die unter mysteriösen Umständen aus Harrys und Randophs Leben verschwunden ist. Keine Frage, mit einem Mord darf sein geliebtes Frauchen nicht in Verbindung gebracht werden – und so begibt sich Randolph auf eine gefährliche Undercover-Mission …
Meine Rezension
Randolph ist ein Labrador und ein ziemlich cleverer noch dazu.
Er lebt mit seinem Herrchen Harry zusammen und beide müssen einen tiefen Schicksalsschlag verwinden: das Verschwinden von Imogen, Randolphs Frauchen und Harrys großer Liebe.
Als bei einer Leiche Fotos von Imogen gefunden werden und diese unter Mordverdacht gerät, gerät auch das Leben der beiden aus den Fugen…
Als ich das Buch in den Händen hielt, war mein erster Gedanke und Wunsch, dass dies bitte kein billiger Abklatsch von „Glennkill“ wird, dass vor einiger Zeit für richtig Furore sorgte.
Meine Angst hat sich nicht bestätigt. Dem Autor ist es gelungen mit Labrador Randolph einen netten, liebenswerten Schnüffler zu erschaffen.
Und es scheint leider so, dass sich Englert genau auf diesen verlässt, statt auf seinen Plot: Randolph erklärt dem Leser ganz genau, wie das Leben eines Hundes aussieht und was wir Menschen alles nicht an Hunden bemerken und zu schätzen wissen.
Immer wieder schmeißt der literaturbegeisterte Hund mit Zitaten aus literarischen Werken um sich und wirkt so nicht selten altklug. Vor allem, weil die Zitate zwar immer etwas mit dem Kontext zu tun haben, aber dennoch nicht in die Geschichte passen.
Es wirkt fast so, dass der Autor seiner eigenen Geschichte nicht traut und den Hund vorschickt, um dies zu kaschieren.
Dabei müsste er das gar nicht.
Leider kommt die Geschichte erst nach ca. 130 Seiten in Fahrt, was in Anbetracht der Lage, dass das Buch gerade mal 285 Seiten hat, ziemlich spät ist.
Doch der Autor beweist, als er sich ein wenig von Randolph löst, dass er durchaus in der Lage ist, eine spannende und logische Geschichte zu erzählen. So habe ich das Buch dann gespannt gelesen, weil ich wissen wollte, wer denn nun für alles verantwortlich ist.
Jedoch ist die Geschichte nach dem längeren Vorlauf auch schnell wieder vorbei.
Dabei verpasst der Autor es aber nicht, den Grundstein für ein drittes Abenteuer zu legen.
Kaltschnäuzig ist ein durchaus netter Roman, der einem für ein paar Stunden gut unterhalten kann. Das Buch ist guter Durchschnitt, leider nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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Die Gabe der Jungfrau – Deana Zinßmeister
Verlag: Goldmann | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-424-7036-5
Seiten: 505
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 02.2010
Ein Dorf in der Kurpfalz um 1525. Anna Maria wächst mit vier Brüdern auf einem Hof auf. Als ihr Vater zwei seiner Söhne in den Krieg schickt, damit sie für die Sache der Bauern kämpfen, versucht Anna Maria ihn umzustimmen, doch vergebens. Bevor die Brüder aufbrechen, geben sie ihrer Schwester das Versprechen, dass keiner ohne den anderen heimkehren wird. Doch dann sieht Anna Maria die beiden eines Nachts im Traum und weiß, dass sie in Gefahr sind. Nun hält sie nichts mehr zu Hause, denn sie verfügt über die Gabe, in ihren Träumen den Tod vorherzusehen …
Meine Rezension
Zu Beginn des 16.Jahrhunderts brodelt es in Deutschland: Viele Bauern laufen gegen Die Obrigkeit Sturm und fordern mehr Rechte für ihren Stand ein.
In diesen Wirren lebt die junge Anna Maria. Ihr Brüder sind vom Vater in diesen Krieg um mehr Gerechtigkeit geschickt worden. Als die junge Frau einen bösen Traum hat, macht sie sich auf den Weg, um ihre Brüder zu suchen und nach Hause zu bringen, denn sie befürchtet, die beiden sonst nie wieder lebend zu sehen….
Mit Die Gabe der Jungfrau hat Deana Zinßmeister ihren insgesamt vierten Roman veröffentlicht und lange habe ich diesem entgegen gefiebert.
In gerade mal 1 ½ Tagen habe ich den Roman verschlungen und kann eigentlich nur sagen, dass ich absolut begeistert bin und dieser bis jetzt mein absoluter Liebling der Autorin ist.
Auf eine spannende und erfrischende Weise erzählt die Autorin eine Geschichte, die vor Abenteuern nur so wimmelt. Deana Zinßmeister entführt in ein Deutschland, dass gerade im Umbruch ist und schafft es, die Unzufriedenheit, die Unsicherheit und Angst der Menschen einzufangen.
Stellvertretend für diese stehen Anna Maria und ihre Brüder, die in dieser turbulenten Zeit ihren Weg finden müssen.
Mit diesen Charakteren hat die Autorin sympathische Figuren geschaffen, die dafür sorgen, dass man mit ihnen fiebert und ihre Hoffnungen und Ängste teilt.
Die Handlung selbst teilt sich in mehrere Handlungsstränge auf, die am Ende zu einem einzigen zusammen laufen. Im Vergleich zu „Das Hexenmal“ ist es der Autorin gelungen diese Handlungsstränge ‘weicher’ zu gestalten und so enden einzelne Episoden nicht so abrupt, wie es beim Vorgänger der Fall war. Das hilft dabei, einen gleichmäßigen und schnellen Lesefluss beizubehalten.
Neben mehreren Handlungssträngen, wartet der Plot auch mit einigen Überraschungen auf, die dafür sorgen, dass es nie langweilig wird.
Zum Schluss führt die Autorin in einem Nachwort auf, welche Figuren der Realität entsprechen und welche nicht.
Insgesamt fällt es mir schwer das Buch genauer auseinander zu pflücken und zu analysieren, denn ich bin einfach bodenlos begeistert. Es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Die Gabe der Jungfrau ist ein eindrucksvoller Roman, dem ich jeden Liebhaber von anspruchsvollen historischen Roman nur empfehlen kann.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Goldmann Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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Prinzentod – Beatrix Gurian
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06264-8
Seiten: 197
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 8,95
ET: 06.2008
Meine Rezension
Als Lissies Vater seinen Job als Koch auf einem Kreuzfahrtschiff annimmt, zieht sie zu ihrer Freundin Bernadette. Bernadette gehört zu einer sehr wohlhabenden Familie und somit können sich die Freundinnen schon zu Jugendzeiten eine eigene Wohnung teilen, denn die Familie Keilmann bewohnt eine große Villa, in der zumindest die beiden Töchter jeweils eine eigene Wohnung haben. Nur Nico, der Sohn, lebt in der elterlichen Wohnung.
Während Lissie noch ihre Kartons und Koffer ins Dachgeschoss schleppt, macht sie die Bekanntschaft eines überaus smarten und gutaussehenden Mannes. Er stellt sich ihr knapp als Kai vor und erst später erklärt Bernadette ihr, dass Kai der Mann ihrer Mutter ist. Doch dieser scheint damit weniger Probleme zu haben, denn schon bald bekommt Lissie ziemlich eindeutige E-Mails von ihm. Nach anfänglichem zögern beginnt Lissie schließlich tatsächlich eine kurze aber heftige Affäre mit Kai, die mit einem Fiasko endet…
Aufmerksam auf diesen Roman wurde ich durch das schöne Cover. Es ist schlicht, aber doch anziehend und dass sich der rote Königsmantel dann auch noch so schön auf den Titel des Buches bezieht, machte mich doppelt neugierig.
Der Einstieg in das Buch fiel dann ungewohnt schwer, denn Beatrix Gurian beginnt mitten in der Geschichte. So muss man sich erst einmal zurecht finden und schon nach dem Prolog folgt der erste Zeitsprung in die Vergangenheit. Auf den nächsten knapp hundert Seiten erfährt der Leser erstmal was alles vor dem Prolog geschah, um dann im zweiten Teil des Buches ganz knapp vor dem Prolog in die eigentliche Geschichte einzusteigen. Dieses Zeitenhüpfen hört sich so zwar verworren an, ist nach dem Prolog aber nur halb so schlimm.
Die Geschehnisse werden aus Lissies Sicht geschildert und haben manchmal ein bisschen was von Tagebucheinträgen, in denen sie ihr Leben festhält Dennoch liest sich das ganze recht angenehm.
Während die verbotene Liebesgeschichte zwischen ihr und Kai im ersten Teil des Buches einen deutlich hohen Stellenwert einnimmt, befasst sich der zweite Teil dann mit dem Krimigeschehen. Hier wird das ganze dann auch für den erwachsenen Leser spannender, denn Lissie wird gehetzt und gejagt, muss sich mit Drohmails auseinander setzen und ihr schlechtes Gewissen beherrschen.
Je weiter das Geschehen im Roman voranschreitet, desto deutlicher wird, dass eigentlich alle Personen der Handlung ein mehr oder weniger greifbares Motiv haben. Jedes Familienmitglied der Keilmanns könnte der Täter sein, denn wirklich jeder hat in dieser Familie hat Geheimnisse, die er vor den anderen sorgfältig hütet.
Der große Showdown kommt dann mit einem enormen Funkenflug und lauten Knall. Hier steigert sich die Spannung wirklich einmal zu einem enormen Höhepunkt, denn obwohl die Spannung niemals ganz aus der Geschichte weicht, gibt es doch immer mal wieder eine kurze Durststrecke zu überwinden.
Der Epilog ist schlussendlich noch mal eine Überraschung. Restliche Fragen werden geklärt, aber auf eine Art, die den Leser mit einem leichten frösteln zurück lässt.
Fazit
Prinzentod lässt sich flüssig lesen und bietet neben der kleinen Liebesgeschichte und dem sich anschließenden Kriminalfall eine Fülle weiterer Themen, die Jugendlich beschäftigen: die erste Liebe, Freundschaft, schulische und familiäre Probleme.
Manchmal fehlen dem Roman etwas die Tiefe und die Komplexibilität, wenn man ihn als Erwachsener liest. Aber damit muss man bei einem Jugendbuch eben rechnen.
Meine Bewertung
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Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
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