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Archiv für Oktober 2009

Anna Fink: Die Fanfare des Königs – Boris Zatko

Anna Fink Trilogie, Band 1

Verlag: Baumhaus| Leseprobe
ISBN: 978-3-8339-3674-6
Seiten: 381
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 14,90
ET: 07.2009

Eigentlich müsste es mit Anna und ihrer Mutter endlich wieder aufwärtsgehen, denn nach dem Tod von Annas Vater erben die beiden eine Villa in einer fremden Stadt. Doch schon bei ihrer Ankunft passiert Unheimliches: Ihnen begegnen geheimnisvolle Gestalten am Bahnhof und zwielichtige Zigeuner auf dem Grundstück. Zudem verhält sich der sonderbare Notar höchst mysteriös. Schon bald ahnt Anna, dass sie in eine dunkle Verschwörung geraten sein muss. Als sie beschließt, den merkwürdigen Ereignissen auf den Grund zu gehen, wird ihr Verstand auf eine harte Probe gestellt. Aber je näher sie der Wahrheit kommt, desto klarer wird ihr: Sie muss das Rätsel ihrer geheimnisvollen Erbschaft lösen, sonst wird sie nie erfahren, wer sie in Wirklichkeit ist.

Meine Rezension

Anna sitzt mit ihrer Mutter Linda Fink im Zug, denn sie sind auf dem Weg nach Taustadt, wo ein Erbe auf die beiden wartet.
Nachdem Annas Vater Hiram bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, hat sich die Situation für die kleine Familie sehr verschlechtert. Nicht nur die Trauer um Mann und Vater ist groß, sondern auch finanziell sieht es alles andere als rosig aus und die Familie wird regelrecht vom Pech verfolgt, sodass Anna und Linda erstmal bei einer Tante wohnen müssen, die sie gar nicht mögen. Doch dann die Überraschung: Wie es scheint, hat Hiram ihnen doch mehr vermacht, als “nur” einen roten Koffer, den Anna nun besitzt und einer alten kaputten Taschenuhr, die Linda immer bei sich trägt. Mit dem letzten Geld, dass sie besaßen, haben sie sich zwei Zugtickets gekauft und auf den Weg gemacht. Zwar freuen sie sich auf die Erbschaft, doch die Freude wird etwas getrübt, da sie nicht wissen, was sie genau erwarten wird.
In Taustadt angekommen, passieren auch gleich viele merkwürdige Dinge. Auch der Notar scheint ein seltsamer Mensch zu sein und dann sind da noch diese Zigeuner, die sich im Garten des geerbten Hauses
befinden und Anna und Linda wohl nicht ganz die Wahrheit zu sagen scheinen…
Bald ahnt Anna, dass sie und ihre Mutter sich wohl mitten in einer Verschwörung befinden…

Auf den ersten Band “Die Fanfare des Königs” der Trilogie um Anna war ich schon seit Monaten gespannt! Das Buch wurde zuerst 2007 in einem BoD-Verlag veröffentlicht und nun endlich in einem richtigen Verlag, was sich wirklich sehr gelohnt hat und ich hoffe, der Autor sowie das Buch die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen.
Da ich bisher nur positive Stimmen zu dem Buch kenne, bin ich mit großen Erwartungen an das Buch gegangen und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil, meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen!
Die Geschichte um Anna hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und daher hatte ich es in kurzer Zeit schon durch, leider muss ich sagen, denn nun muss ich noch gespannter auf den 2. Band warten.

Boris Zatko benutzt eine sehr schöne, bildhafte Sprache, die die Geschichte noch lebendiger macht, als sie ohnehin schon ist.
Man trifft auf die verschiedensten Charaktere, die es geben kann, manche muss man sofort gern haben, andere sind einem von vornherein unsympathisch. Dennoch handeln alle Personen sehr glaubwürdig und wirken auf mich immer sehr authentisch.
Es gibt viele überraschende Wendungen, doch am Ende werden eigentlich alle Fragen geklärt, sodass dieser Band zwar der Auftakt einer Trilogie ist, aber dennoch in sich geschlossen ist.
Auch ist der Showdown am Ende nicht allzu brutal, sodass sich Kinder sicherlich nicht ängstigen brauchen und es für mich zu einem wundervollen Wohlfühlbuch macht.

Doch der Autor hat nicht nur eine wundervolle Geschichte geschrieben mit tollen Charakteren, sondern das Cover und die Bilder im Buch wurden alle von ihm selbst gezeichnet. Bei jedem Kapitelanfang gibt es eine neue Zeichnung, die in dem jeweiligen Kapitel eine Rolle spielt. Zwar sind diese in schwarz-weiß gehalten, aber dennoch sehen sie wirklich toll aus und passen sehr gut ins Buch.

Boris Zatko ist mit “Die Fanfare des Königs” ein wirklich tolles Kinderbuch gelungen, das allerdings nicht nur was für Kinder ist, sondern an dem Menschen jeglichen Alters sicherlich ihren Spaß haben werden.

Meine Bewertung


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Lucian – Isabel Abedi

Verlag: Arena | Leseprobe
ISBN: 978-3-401-06203-7
Seiten: 553
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 18,95
ET: 09.2009

Immer wieder taucht er in Rebeccas Umgebung auf, der geheimnisvolle Junge Lucian, der keine Vergangenheit hat und keine Erinnerungen. Sein einziger Halt ist Rebecca, von der er jede Nacht träumt. Und auch Rebecca spürt vom ersten Moment an eine Anziehung, die sie sich nicht erklären kann. So verzweifelt die beiden es auch versuchen, sie kommen nicht voneinander los. Aber bevor sie noch erfahren können, was ihr gemeinsames Geheimnis ist, werden sie getrennt. Mit Folgen, die für beide grausam sind. Denn das, was sie verbindet, ist weit mehr als Liebe.

Meine Rezension

Es fühlte sich an wie ein hauchfeiner Riss tief in meinem Inneren. Er war kaum wahrnehmbar, als ob mir jemand mit der Pinzette ein Härchen ausgerupft hätte, das nach innen gewachsen war. Ein kurzer Ruck, dann war es vorbei. Was blieb, war ein sonderbares Gefühl von Leere, das ich nicht deuten konnte.

Dieser Riss veränderte von einem Moment auf den anderen das Leben von Rebecca Wolff. Plötzlich hat sie einen immer wiederkehrenden Alptraum von sich und begegnet einem Jungen immer wieder, einem Jungen ohne Vergangenheit, der nicht weiß, wer er ist, aber Rebecca und er, Lucian, spüren von Anfang an, eine Verbindung zueinander…

Rebecca lebt bei ihrer Mutter Janne, die lesbisch ist und Psychologin von Beruf. Ihre Lebenspartnerin Patrizia, die von allen nur “Spatz” genannt wird, ist Künstlerin und sie ist es auch, die den Mittwochabend zum Ladys Night in macht, schon seit Rebecca klein ist.
Eines Mittwochabend beschließt Janne, die an diesem Abend bestimmen durfte, den Dachboden zu entrümpeln um ein paar alte Sachen auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Und genau an diesem Abend kam es zu dem Riss in Rebeccas Innerem, ganz plötzlich und nichts war mehr so, wie sonst.

Von Isabel Abedi habe ich noch nie etwas gelesen, aber ich hatte es immer vor. Und kaum hatte ich erfahren, worum es in diesem Buch geht, musste ich es einfach haben. “Lucian” hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen, einerseits wollte ich es ununterbrochen lesen, aber andererseits wollte ich einfach nicht, dass es zu Ende ist, aber jetzt weiß ich, dass ich das Buch sicherlich noch öfter lesen werde… Allerdings fällt es mir wirklich schwer, etwas zu dem Buch zu schreiben, da ich “Angst” habe, entweder zu viel zu verraten oder dem Buch nicht gerecht zu werden…

Die verschiedenen Charaktere in dem Buch, seien es Janne, Rebecca, Spatz oder auch ihre beste Freundin Suse oder Rebeccas (Ex-)Freund Sebastian kamen mir sehr authentisch vor.
Anfangs war die Sache mit Lucian eher nebensächlich. Zwar musste Rebecca oft an ihn denken, dass durch die Ich-Perspektive deutlich rüberkam, aber dennoch gab es zuerst noch ihr richtiges Leben mit ihrer Familie und Freunde, die sie lieben und für sie da sind. Und die auch Probleme haben, z.B. Janne, die einen “schweren” Fall zu behandeln hat oder Suse, die ihren ersten Freund hat, aber ein kleines körperliches “Problem” hat. So gewannen auch die “Nebenpersonen” an Farbe und an Tiefe.
Doch genau dadurch wurde auch sehr gut hervorgehoben, wie Rebecca sich langsam immer mehr für Lucian interessierte und ihr familiäres Leben eher in den Hintergrund gerät und ihre Sehnsucht nach Lucian sie immer mehr zu ihm zog. Sie belog ihre Freunde, ihre Mutter, die sich Sorgen um sie machten, bis es zum Höhepunkt kommt und ihre Mutter keinen anderen Ausweg mehr sieht…

Während des Lesens bin ich emotional Achterbahn gefahren und auch in vielen Sachen, die Rebecca tat, habe ich selbst schon hinter mir und sehr ähnlich gehandelt, von daher war sie mir von Anfang an sehr sympathisch.
Das Geheimnis um Lucian ist zwar recht fantastisch, aber dennoch wunderschön. Vieles, z.B. das Verhalten von Personen, etc. kommt einem anfangs komisch vor, aber am Ende hat es Isabel Abedi geschafft, es zu einem Ganzen zu vereinen, sodass alles einen Sinn ergibt.

Das Cover ist sehr einfach gehalten, aber dennoch finde ich es sehr schön. Zu sehen ist einzig eine weiße Feder auf schwarzem Untergrund. Der Schriftzug von “Lucian” ist weiß und geht ins rötliche und passend dazu ist der Name der Autorin in rot geschrieben. Alles nicht sehr aufwendig, aber die Wirkung zusammen mit dem Inhalt macht das auf alle Fälle wieder wett. Und dazu gibt es noch ein rotes Lesebändchen und ein tolles Lesezeichen, passend zum Buch!

Ich muss sagen, mich hat das Buch tief berührt. Das Ende kam relativ plötzlich und schnell, aber für mich einfach ein perfektes Ende, dass an der richtigen Stelle aufgehört hat. Als ich das Buch zugeklappt hatte, hat es etwas gedauert, bis alles sacken konnte und auch immernoch ist der Inhalt in meinem Kopf verankert und wird sicherlich noch lange dableiben. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, vorallem wie es wäre, selbst einen Lucian zu haben…aber wer weiß.
“Lucian” gehört auf alle Fälle zu meinen Highlights und ich bin schon auf Isabel Abedis weitere Bücher gespannt.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern


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Das Herz der Nacht – Ulrike Schweikert

András Báthory-Reihe, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8223-3
Seiten: 480
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 19,95
ET: 11.2009

Wien im 19. Jahrhundert

In den Salons des Hofadels und der schönen Fürstin Therese Kinsky wird der Vampir András Petru Báthory von den Damen umschwärmt. Da erschüttert eine grausame Mordserie die Kaiserstadt, und András gerät unter Verdacht. Die Schlinge zieht sich zu. Als es fast zu spät ist, erkennt er, dass nicht nur seine Existenz auf dem Spiel steht. Ein Wettlauf beginnt, um die zu retten, die er liebt.

Meine Rezension

In Wien, am Anfang des 19. Jahrhunderts, rettet der 200 Jahre alte Vampir András Petru Báthory die Fürstin Therese Kinsky vor dem Tod.
Therese fühlt sich immer und immer mehr zu dem geheimnisvollen András hingezogen  und kann durch ihn ihrem goldenen Käfig ihrer unglücklichen Ehe entfliehen. Auch András fühlt sich zu der Fürstin hingezogen und entführt sie in ein gemeinsames Traumland.
Durch seinen Kontakt zu Therese lernt er durch Zufall die junge Pianistin Karoline Wallberg kennen, die gleich mehrere tragische Geheimnisse hütet. András lässt sich aber nicht davon abbringen nach Sonnenuntergang bei ihr Klavierstunden zu nehmen. Doch sein Glück wehrt nur von kurzer Dauer, da eine grausame Mordserie Wien erschüttert und es irgendjemand auf András abgesehen hat und nicht nur seine Existenz auf dem Spiel steht.

„Das Herz der Nacht“ ist einer der ersten drei Romane, die bei Egmont-LYX in gebundener Ausgabe erschienen sind.
Ich bin sehr glücklich, mir diesen fabelhaften Roman auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse von Ulrike Schweikert signiert haben zu lassen und hüte diesen Band nun wie einen Schatz. Man merkt beim Lesen richtig, dass Frau Schweikert sehr viel Recherchearbeit betrieben hat. Sie stellt ihr Wissen so geschickt dar, dass man sich alles, jede Fiakerfahrt, jeden Raum und jeden Schauplatz im kaiserlichen Wien und in Hamburg bildgewaltig und kunstvoll vorstellen kann. Man taucht richtig in die Vergangenheit des 19. Jahrhunderts ein, wobei es die Autorin wieder einmal geschafft hat, den Alltag der damaligen Zeit mit den dazugehörigen geschichtlichen Hintergründen zu verknüpfen. Dabei ist die Handlung absolut unvorhersehbar und Ulrike Schweikert hat in diesem Roman Hauptfiguren geschaffen, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie sind lebensfroh, glaubwürdig und jede Figur einzeln für sich emotional dargestellt.
„Das Herz der Nacht“ beschreibt die Geschichte des Vampirs András Petru Báthory, den man auch aus den anderen Romanen („Der Duft des Blutes“ und „ Feuer der Rache“) unter dem Namen Peter von Borgo kennt, bevor dieser in Hamburg ansässig wurde.
Dank seinem Charme und seiner Anziehungskraft kann keine Frau am Kaiserlichen Hof in Wien ihm, einem 200 jähriger Vampir aus Transsilvanien, widerstehen. So auch die Fürstin Therese Kinsky. Sie fühlt sich von ihm magisch angezogen und erlebt mit ihm geistreiche Konversationen in der sonst so steifen Gesellschaft. Er haucht ihren Träumen Leben und Farbe ein und beide fühlen sich ihrer Leidenschaft ergriffen.
Karoline Walberg, die ebenfalls wie András dunkle Geheimnisse hütet, begegnet er nur durch Zufall. So macht er Bekanntschaft mit den gesellschaftlichen Schattenseiten, in denen Karoline lebt. So ist es ihr als Frau nicht vergönnt, ihre selbstgeschriebenen Kompositionen einem Publikum vorzutragen. Stattdessen heimst ihr weniger talentierte Bruder Carl Eduard ihre Lorbeeren ein und lässt sich von den Menschen um ihn herum feiern. Dem nicht genug, hat Karoline auch noch eine uneheliche Tochter mit Namen Sophie. Obwohl diese blind ist, ist sie doch empfänglich für übersinnliche Empfindungen und findet in dem geheimnisvollen Grafen schnell einen neuen Freund.

Ulrike Schweikerts Wortwahl, Sprache und Ausdruck in diesem Roman sorgen für die richtige Stimmung des 19. Jahrhunderts. Zwar ist ihr Schreibstil anfangs recht gewöhnungsbedürftig, da sie die Sprache dieser Zeit aufgreift, doch man findet sich recht schnell in den Schreibstil ein und dann liest sich das Buch sehr flüssig. Alles in allem ist das Buch sehr interessant in der Erzählform geschrieben, dessen Handlung von Anfang bis Ende fesselt.

Fazit

Ich habe die Geschichte mit großem Interesse und wachsender Spannung verfolgt. Sie bietet einen fesselnden Ausflug in die Vergangenheit, dessen historischer Hintergrund mit einer fantastischen Vampirgeschichte verwoben wurde.
Der „Showdown“ dieses Romans, in dem der Übergang von Wien nach Hamburg zu András’ neuer Heimatstadt erzählt wird, ist ebenfalls gut gelungen. Auch wenn ich mich dadurch von dem Grafen verabschieden musste, der mich hier mehr als in den Peter von Borgo-Büchern in seinen Bann gezogen hat.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band in dem der Vampir weiter zurück in seine Vergangenheit nach Transsilvanien reist. Ich hoffe Frau Schweikert lässt uns nicht allzu lange auf diese Reise warten.

Meine Bewertung


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Nightwalker – Jocelynn Drake

Jägerin der Nacht-Reihe, Teil 1

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8251-6
Seiten: 416
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 11.2009

Mit eiserner Hand wacht die Vampirin Mira über die jüngeren Nachtwandler in ihrer Domäne. Eines Tages kommt der attraktive Vampirjäger Danaus in ihre Stadt – doch nicht, um Mira zu töten. Er bringt unheilvolle Neuigkeiten: Die Naturi, grausame Elfenwesen, die einst von der Erde verbannt wurden, sind zurückgekehrt! Mira muss sich auf ein Bündnis mit Danaus einlassen, um Menschen und Vampire vor den Naturi zu bewahren …

Meine Rezension

Mira ist eine sechshundert Jahre alte Vampirin, die in ihrem Bezirk für Frieden mit den Gestaltwandlern sorgt, bis eines Tages der attraktive Vampirjäger Danaus in ihr Revier eindringt. Natürlich stellt sie sich dem unausweichlichen Kampf und muss feststellen, dass  er kein gewöhnlicher Sterblicher ist. Des weiteren erfährt Mira, dass er nicht gekommen ist, um sie zu vernichten, sondern vielmehr, um sich mit ihr gegen die Naturi, grausame Elfenwesen, zu verbünden.
Mira hatte die Naturi bereits vor 500 Jahren von der Erde verbannt und versiegelt. Nun sind die sie jedoch zurück gekehrt, um das magische Siegel zu brechen und die Vampire sowie die Menschheit auszulöschen. Obwohl in Mira schreckliche Erinnerungen an die Naturi erwachen, verbündet sie sich mit dem geheimnisvollen Danaus und begibt sich zusammen mit ihm auf die Suche nach nach den Ältesten der Vampire, um mit ihnen den gefährlichen Feinden entgegen zu treten.

Ich habe mich schon seit der Ankündigung durch den Verlag sehr auf diesen Buchtitel gefreut und bin sehr glücklich, ein druckfrisches Exemplar auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ergattert zu haben.

Das Buch liest sich sehr flüssig und auch die Spannung steigert sich stetig während des Verlaufs der Geschichte. Der Roman wurde in der Ich-Form geschrieben und erzählt aus der Sicht der Hauptprotagonistin Mira. Obwohl man durch diesen Erzählstil nur einen Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt und man nur das erfährt, was andere Charaktere von sich preisgeben, wurde diese Form von der Autorin nicht ohne Grund gewählt. So wird das Geheimnis, welches der Vampirjäger Danaus mit sich trägt, erst gegen Ende des Buches gelüftet und es bleibt die Geschichte hindurch spannend. Dennoch muss ich dazu bemerken, dass die Sichtweise aus nur einer Person an manchen Stellen und Passagen eintönig und langatmig wirkt. Das soll nun aber nicht heißen, dass das Buch langweilig ist. Im Gegenteil. Der Roman beinhaltet eine aufbauende Story und Action- sowie Kampfszenen, die nicht zu kurz kommen. Dazu kommt, dass „Nightwalker“ leicht dezent erotisch angehaucht ist, obwohl es hier keine Sexszenen gibt. Sehr gut hat mir gefallen, dass einmal die Dinge ins Gegenteil verkehrt wurden. So war es doch bisher (meistens) so, dass der Vampir männlich ist und einen Alphacharakter besitzt, während die Frau ein Mensch ist. Hier ist das nicht so. In diesem Roman ist es genau umgekehrt. Mira fährt als Frau ihren Beschützerinstinkt gegenüber ihren männlichen Gespielen hoch, die ganz normale Sterbliche sind.
Allgemein kann man sagen, dass man in „Nightwalker“ in eine Welt abtaucht, deren Regeln und Geschöpfe, wie zum Beispiel die Naturi und die Bori, eigens für diesen Roman kreiert wurden. Man findet sich aber schnell ein und hat Spaß daran, immer das eine oder andere Neue zu entdecken, auch wenn manche Handlungen und Eigenarten des Hauptprotagonisten nicht ganz mein Geschmack waren. So finde ich es doch sehr seltsam, wie ein Vampirschützling seiner Schöpferin Befehle erteilen kann und zu ihrem Schutz abkommandiert wird. Ein weiterer Punkt, der nicht so ganz nachvollziehbar ist, ist Miras Liebesleben. Obwohl sie einen Menschenmann als Gespielen hat und sich durchaus eine Beziehung anbahnt, landet sie plötzlich auf Danaus Schoß oder küsst den Ältesten Jabari.
Dabei wirkt Mira am Anfang des Buches sehr maskulin, die erst nach und nach in der Geschichte auch durchaus ihre weibliche Seite zeigen kann. Durch die Ich-Erzählform ist sie der einzige Protagonist, dessen Charakter Tiefgang vermittelt. Sie ist eine toughe Heldin mit Fantasyelementen.

Fazit

Trotz der Eintönigkeit, die das Buch an der einen oder anderen Stelle vermittelt, hat es doch einen guten Handlungsfaden und bietet gute Unterhaltung.  Allerdings muss man mit der Art des Hauptcharakters klar kommen, sonst hat man es ziemlich schwer. Da die Geschichte in den nächsten Romanbänden fortgesetzt wird (in den USA sind bisher 3 Bände erschienen), bin ich doch schon sehr gespannt, wie es mit Mira und Danaus weitergeht. Es sind noch ein paar Fragen offen, die hoffentlich geklärt werden. Für jeden, der nicht mehr warten kann, möchte ich auf die Homepage der Autorin verweisen. Hier findet man ein paar Informationen über die Nachfolgebücher.

Meine Bewertung


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Gesandte des Zwielichts – Lara Adrian

Midnight Breed-Reihe, Teil 6

Verlag: Lyx | Leseprobe (.pdf)
ISBN: 978-3-8025-8186-1
Seiten: 384
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,95
ET: 11.2009

Ein Rächer geht um, der schon zahllose Vampire getötet hat. Auch Claire gerät in einen Hinterhalt, ein feuriges Inferno tötet ihre Beschützer. Aus der Asche tritt ein Vampirkrieger hervor, den Claire nur zu gut kennt: Andreas Reichen, ihr einstiger Geliebter. Sein unstillbarer Hass gilt Claires neuem Gefährten Wilhelm Roth. Claire gerät zwischen die Fronten eines erbarmungslosen Kampfes und spürt schon bald, dass ihre alte Leidenschaft für Andreas aufs Neue erwacht …

Meine Rezension

Andreas Reichen ist auf einem Rachefeldzug nach Wilhelm Roth, jenem Vampir, der einst seine ganze Familie ermordet hatte. Doch erneut holt ihn die Vergangenheit ein, als Andreas plötzlich seiner früheren Liebe Claire gegenübersteht. Sie ist nun Roths Gefährtin und somit die Gefährtin seines größten Feindes. Über sie hätte er die Möglichkeit an seinen Feind heranzukommen und Claire gerät somit ungewollt zwischen die Fronten. Anfangs kann sie nicht glauben, dass ihr Mann zu solch Gräueltaten fähig ist, wie ihr Andreas immer wieder zu erklären versucht. Doch nach und nach muss sie feststellen, dass Andreas mit seinen Behauptungen Recht hatte und gibt sich schließlich ihrer neu entflammten Leidenschaft zu Andreas hin. Doch es besteht immer noch ihre Blutbindung zu Roth. Durch diese erfährt Roth von Claires Verrat ihm gegenüber, dass er es fortan nun nicht mehr alleine auf Andreas abgesehen hat, sondern nun auch Claires Leben in Gefahr ist.

Nach einer Wartezeit von 6 Monaten auf dieses Buch, bin ich sehr glücklich ein druckfrisches Exemplar auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse ergattert zu haben. „Gesandte des Zwielichts“ ist der 6. Teil der Stammesvampir-Serie von Lara Adrian, die nicht ohne Grund die Königin der Romantic Fantasy genannt wird.

Das Buch ist wunderbar geschrieben und liest sich sehr flüssig. Der Schreibstil steigert sich gleichbleibend und die Dialoge sind unterhaltsam und leicht verständlich. Wie die Bände zuvor ist der Roman in der Erzählform geschrieben, deren Perspektive zwischen den Hauptprotagonisten wechselt und der Leser somit Einblicke in deren Gefühlswelt bekommt und jede ihrer Handlungen stets nachvollziehbar sind. Der Roman beinhaltet eine spannende Handlung, die mit dem Fortschreiten der Geschichte zunimmt und den Leser magisch in seinen Bann zieht.
Ebenso wird in „Gesandte des Zwielichts“ wieder eine gute Portion an Erotik geboten, bei der es immer recht schnell zur „Sache“ geht. Das soll jedoch nicht heißen, dass das Buch dadurch weniger romantisch ist. Lara Adrian versteht es sehr gut, die Balance zwischen Romantik, Liebe und Erotik zu finden, und diese dem Leser gefühlsnah zu vermitteln.
Alles in allem ist dieses Buch ein kurzweiliger Roman, mit dem man auf leichte Art sehr gut unterhalten wird und in die spannende Welt der sehr sympathischen Vampirkrieger eintauchen kann.

Wie bei jedem Roman von Lara Adrian steht jeweils ein Vampirkrieger mit seiner Gefährtin im Mittelpunkt des Geschehens. In diesem Buch ist es der deutsche Vampir Andreas Reichen sowie die Stammesgefährtin Claire Roth. Doch auch die andern Hauptcharaktere aus den Vorgängerromanen, haben ebenfalls einen Platz in dieser Geschichte bekommen. So gibt es, unter anderem, ein Wiedersehen mit Lucan, Tegan und Rio sowie deren Gefährtinnen.
Lara Adrian beschreibt ihre Charaktere sehr lebendig und sie sind gerade trotz ihrer Ecken und Kanten interessant und vielschichtig. So findet man sich ganz schnell in dem Konflikt wieder in dem sich der Vampir Andreas befindet, als er seiner einstigen Geliebten Claire wieder gegenüber steht. Obwohl sie die Gefährtin seines Feindes ist und anfangs alles in ihm schreit, sie ebenfalls zu vernichten, fühlt er sich doch nach und nach immer mehr zu ihr hingezogen und ist hin und her gerissen, seine Mission zu vollenden, aber auch Claire im Gegenzug kein Leid zuzufügen. Doch dazu muss er erst einmal seine Pyrokinese, feuerentfachende Kräfte, und seinen Blutdurst in den Griff bekommnen…
Auch Claire ist in diesem Sinne ein sehr starker Charakter, obwohl sie in ihrem Leben schon sehr viel erlebt hat. Und genau das macht sie so sympathisch. Sie versucht um jeden Preis, ihre neu zurück gewonnene Liebe zu Andreas zu bewahren, was die Autorin so spannend und dramatisch rübergebracht hat, dass ich wirklich eine Gänsehaut bekam.

Fazit

„Gesandte des Zwielichts“ ist ein Roman, der von Anfang an süchtig macht, in dessen Handlung man mitfiebern und mitleiden muss. Das Buch ist ein wahrer Lesegenuss, dessen Handlung spannend und sehr gut geschrieben ist. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und musste mir zum Schluss sogar die eine oder andere Träne verkneifen, was bisher nur ein einziger weiterer Roman geschafft hat.
Alles in allem ist dieses Buch für jeden empfehlenswert, der auf Vampire, romantische Fantasy und Spannung steht. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von Lara Adrian. Dieser wird am 05.01.2010 mit dem englischen Titel „Shades of midnight“ veröffentlicht und in diesem geht es um den Krieger Kade. Wann genau der Roman in Deutschland veröffentlicht wird, steht leider noch nicht fest, aber wir dürfen gespannt sein, wenn die Vampirkrieger erneut in ihre schwarzen Uniformen anziehen und in einen neuen aufregenden Kampf ziehen.

Meine Bewertung


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Letztes Update: 18. September 2011

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