Archiv für Oktober 2009
Der Gejagte – Wolfgang Hohlbein
Die Chronik der Unsterblichen, Band 7
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3548263922
Seiten: 419
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 08,95
ET: 04.2006
1565: Nach vielen Jahren der Verfolgung haben der Schwertkämpfer Andrej und sein Gefährte Abu Dun Zuflucht auf Malta gefunden. Doch die Ruhe wird jäh gestört: Der türkische Sultan plant einen vernichtenden Schlag gegen die Insel. Gemeinsam mit den Ordensrittern müssen sich Andrej und Abu Dun für eine verheerende Schlacht rüsten?
Meine Rezension
Wir schreiben das Jahr 1565: der Schwertkämpfer Andrej Delany und der Nubier Abu Dun sind mittlerweile mehr als ein Menschenleben zusammen unterwegs.
Ihre Suche nach Frieden und auf der Flucht vor allen Gefahren, die sie auf ihrer langen Wanderschaft begegneten, scheinen sie endlich am Ziel: Malta.
Abu Dun lebt in einer kleinen Hütte mit einer Frau und ihrem Sohn und Andrej ist Ritter bei den Johannitern.
Alles könnte perfekt sein. Alles, bis sie eines Tages herausfinden, dass der türkische Sultan eine Flotte aufstellt, um Malta einzunehmen.
Doch nicht nur die Türken sind wieder mal ihre Feinde; die beiden Freunde müssen auch gegen einen ihrer eigenen Art kämpfen, einem Vampyr, der in der Tat wirklich unsterblich zu sein scheint…
Was diese Serie betrifft bin ich mittlerweile mehr wie unentschlossen. Sicher, jeder Band sollte für sich bewertet werden, aber bei jedem Band stellt man sich die Frage, ob das Weiterlesen lohnt.
Für Die Chronik der Unsterblichen von Wolfgang Hohlbein kann und mag ich fast gar keine Empfehlung / Prognose wagen, denn ich habe bis jetzt noch nie eine Serie gesehen, die so in ihrer Qualität schwankt, wie diese.
An den ersten vier Bänden hatte ich einen unglaublichen Spaß, jedoch an dem fünften und sechsten nur noch bedingt. So bedingt, dass ich sicher war, die Serie nach Band acht für mich vorzeitig zu beenden.
Doch nach Der Gejagte bin ich mir da nicht mehr so sicher. Zwar kommt Hohlbein nicht an die Qualität der Bände eins bis vier heran, aber er verknüpft endlich eine spannende Handlung mit doch essentiellen Bestandteilen: die Charaktere entwickeln sich, machen neue Erfahrungen, gelangen endlich (in Teilen) an ein Ziel…
Es wirkt nicht mehr so, als ob Hohlbein nur um der Geschichte selbst willen schreibt, er füllt sie endlich neben jeder Menge Action wieder mit Leben….
Während bei den letzten beiden Bänden definitiv eher von ihrer Action lebten, stellt die Bedrohung durch die Türken hier eben nur eine Bedrohung dar, ein Umstand, der sicherlich zu einigen Handlungen zwingt, aber endlich nicht verhindert, dass sich Abu Dun und Andrej mit sich und ihrem Leben auseinandersetzen können. Beide zeigen sich so endlich wieder von ihrer ‘menschlichen’ Seite und treten nicht nur als Schwertschwingende Todesengel auf.
Da aber die Gefahr nicht fehlen darf, denn sonst würde es ja doch ein wenig langweilig werden, taucht erneut einer ihrer Art auf; ein Vampyr, der mehr als mächtig ist und den beiden das Leben zur Hölle macht…
Schade war hier diesmal nur, dass das Ende nicht nur dann doch zu schnell kam, sondern auch zu schnell und viel zu einfach war. Nach einem relativ langen Vorspann von 400 Seiten, hätte das Ende auch einige Seiten mehr haben können.
Nichtsdestotrotz ist Band sieben der Chronik endlich wieder ein Band, der einen für schöne Lesestunden an den Sessel bindet.
Diesmal wieder Unterhaltung pur!
Meine Bewertung
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Verfolgt bis aufs Blut – Rachel Caine
Haus der Vampire, Band 1
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06360-7
Seiten: 312
Ausgabe: Klappenbroschur
Preis: € 12,95
ET: 01.2009
Claire ist neu auf dem College in Morganville, und die schöne Monica macht ihr das Leben zur Hölle. So schlimm, dass Claire vom Campus in eine WG in der Stadt zieht. Sie weiß allerdings nicht recht, was sie von ihren Mitbewohnern halten soll. Zwei ziemlich gut aussehende Jungs und ein Gothic Girl. Der eine ist tagsüber nie zu sehen. Und Eve erzählt verrückte Sachen, von Vampiren! So ein Quatsch . . .?
Meine Rezension
Ich habe die englische Originalausgabe gelesen.
Claire Danvers ist nach Morganville gezogen, um dort zu studieren. Sie ist zwar erst 16 Jahre alt, aber sehr intelligent. Sie wohnt vorerst im Studentenwohnheim, allerdings hat sie es sich dort mit Monica verscherzt, die am College sehr beliebt ist. In Monicas Augen hat Claire sie dumm aussehen lassen vor ihren Freunden und das kann sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen und daher macht sie Claire das Leben zur Hölle. Nachdem sie und ihre Freunde Claire verprügelt hatten, beschließt Claire sich eine neue Bleibe zu suchen. Und gelangt so an das Glass House.
Die Bewohner dort wirken auf den ersten Blick etwas seltsam. Dort wohnen Michael, der sich den ganzen Tag nicht sehen lässt. Shane, der Michael immer in Schutz nimmt und Eve. Eve ist auch diejenige, die Claire von Vampiren erzählt, die in Morganville leben und “Protection”, die man braucht um vor den Vampiren sicher zu sein.
Doch dann gerät Claire wieder in Schwierigkeiten, aus denen sie Shane wieder herausholt…
Mit “Glass Houses” ist Rachel Caine ein sehr spannender Reihenauftakt gelungen. Zwar wurde das Buch nicht in der Ich-Form geschrieben, aber dennoch bekommt der Leser zusammen mit Claire mit, was es mit Morganville auf sich hat.
Die Stadt wird von Vampiren beherrscht und, was mir persönlich sehr gut gefiel, die Vampire, die es hier gibt, sind keine knuffigen, liebe Vampire, wovon man sonst immer liest. Nein, diese Vampire sind böse und wenn man keine “Protection” hat, kann es möglicherweise schlecht für einen aussehen.
Die Charaktere fand ich sehr gut und realistisch dargestellt. Besonders Claire hat mir teilweise schon leid getan, da man besonders in ihrem Fall auf viele Neider stößt. Und vorallem ist sie nicht nur die Jüngste (denke ich mal) an dem College, sondern gibt auch nicht soo viel auf Mode, etc. wie es Monica und ihre Freunde tun und sie ist daher eigentlich automatisch eher die Außenseiterin. Sicherlich gibt es Leute, die ihr helfen, aber dann lieber im “geheimen”.
Monikas Scherze fangen erst recht “harmlos” an, wie die Wäsche von Claire wegwerfen, etc., aber das hat sich dann doch schnell gesteigert und mich auch etwas erschüttert, auch wenn es gar nicht so ungewöhnlich ist, wie man vielleicht annehmen könnte.
Ich fand die Geschichte von Anfang an sehr spannend und es war sehr aufregend zusammen mit Claire mehr über diese Stadt Morganville herauszufinden und wer oder was es dort alles gibt.
Allerdings konnte mich die Geschichte noch nicht 100%ig überzeugen, irgendwas hat mir gefehlt, auch wenn ich nicht so recht weiß was. Auch fand ich das Ende etwas blöd. Sicherlich ist es eine Reihe, das wusste ich auch vorher, und daher werden natürlich nicht alle Fragen geklärt, aber gemein ist es schon, das Buch mit einem großen Cliffhanger enden zu lassen, wenn man Band 2 nicht zur Hand hat. Ich habe die letzten Seiten sicherlich mehrmals gelesen, da ich befürchtete, irgendwas falsch verstanden zu haben, da das Buch plötzlich keine Seiten mehr hatte, aber die Handlung noch nicht zu Ende war!
Und noch gemeiner war dann, dass ausgerechnet dann, Band 2 nochmal neu vom Verlag aufgenommen wurde und ich somit noch länger auf die Fortsetzung warten musste…und wie ich eben gesehen habe, geschieht mit Band 3 gerade dasselbe…
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und da es sowieso eher ein Jugendroman ist, ist die Sprache nicht sehr anspruchsvoll und daher auch für Leute geeignet, die nicht so oft ein englischsprachiges Buch in die Hand nehmen.
Ein Pluspunkt ist auf alle Fälle auch der Preis, da die Bände eigentlich (fast) alle für unter 5 Euro zu haben sind, zumindest soweit wie ich das gerade im Kopf habe.
Mir hat das Lesen jedenfalls sehr viel Spaß gemacht und das Buch innerhalb von 1, 2 Tagen verschlungen, obwohl ich in Fremdsprachen eigentlich ziemlich langsam lese. Ein toller Auftakt und die anderen Bände werde ich garantiert auch noch lesen!
Meine Bewertung
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Wake. Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast – Lisa McMann
Wake Trilogie, Band 1
Verlag: Boje
ISBN: 978-3-414-82233-8
Seiten: 224
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 15,95
ET: 08.2009
Träume, in denen man nackt durch die Stadt geht? Aus einem Hochhaus stürzt? Die hübsche Nachbarin küsst? Das hat die siebzehnjährige Janie alles schon zur Genüge gesehen – in anderer Menschen Träume. Wann immer jemand in ihrer Umgebung einschläft, kann sie seine Träume sehen. Nur kann sie niemandem davon erzählen, denn keiner würde ihr glauben. Und so lebt sie mit einer Gabe, die sie nicht will und die sie nicht kontrollieren kann. Doch dann wird sie in einen Alptraum gezogen, der ihr das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zum ersten Mal ist Janie mehr als nur die Zuschauerin eines Traums. Sie ist mittendrin …
Meine Rezension
Ich habe die englische Originalausgabe gelesen.
Das Leben der 17-jährigen Janie ist alles andere als normal. Seit ihrer Kindheit wird sie in die Träume von anderen gezogen, sobald diese in ihrer Nähe einschlafen. Das macht ihr ganzes Leben kompliziert, denn sie kann niemanden von ihrer “Gabe” erzählen und kontrollieren kann sie es noch weniger…auch mit Übernachtungen bei Freunden, etc. sieht es mehr als schlecht aus. Sie hat eigentlich nur eine einzige Freundin und ist an ihrer Schule eher eine Außenseiterin.
Auch familiär sieht es bei ihr nicht rosig aus. Ihre Mutter ist die meiste Zeit am Trinken und kümmert sich wenig um ihre Tochter, die dennoch versucht, nach außen hin ganz normal zu sein…
Doch plötzlich ändert sich etwas und Janie ist nicht nur, wie sonst, Zuschauerin in den Träumen, sondern wird von den Träumenden bemerkt und sogar um Hilfe gebeten…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Am Anfang des Buches gibt es erstmal eine kleine Rückblende und Janie ist 8 Jahre alt und von da an wird die ein oder andere kurze Episode aus ihrem Leben erzählt, wie sie lernt, mit ihrem Fluch zu leben. Doch das nimmt in dem Buch keine große Rolle ein. Dennoch hat mir das gut gefallen.
Mit Janie konnte ich erst nichts anfangen. Trotz das Leben mit diesem “Fluch” und ihrer familiären Situation bin ich mit ihr nicht warm geworden und konnte weder mit ihr mitfühlen, etc. Doch nach ca. 100, 150 Seiten hat sich das schlagartig geändert. Auch die kleine Liebesgeschichte, die sich allmählich anbahnte, fand ich sehr schön und ich konnte endlich mit Janie mitfühlen.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und sprachlich fand ich es sehr schön und vorallem leicht zu lesen. Auf Englisch bin ich eine sehr langsame Leserin, aber die 200 Seiten konnte ich locker innerhalb eines Tages lesen.
Auch optisch gefällt es mir gut. Ein schwarzes Cover mit einem helllila Kissen drauf. Innen ist es sehr ungewöhnlich. Die Traumszenen heben sich von den Wachszenen durch unterschiedliche Schriftarten ab und jedes Kapitel ist noch unterteilt mit Datum und Uhrzeit.
Insgesamt ist Wake ein toller und spannender Roman und nach der
Lektüre musste ich mir unbedingt Band 2 kaufen. Der Roman ist in sich geschlossen und die deutsche Übersetzung ist bereits im August unter dem Titel “Wake. Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast” erschienen.
Meine Bewertung
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Alle Wasser laufen ins Meer – Martin Beyer
Verlag: Klett-Cotta | Leseprobe
ISBN: 978-3-608-93609-4
Seiten: 240
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 18,90
ET: 03.2009
Der Roman über die große, tragische Liebesgeschichte des Expressionismus
Die obsessive Beziehung des Dichters Georg Trakl zu seiner Schwester Grete und deren unerwiderte Liebe zu Georgs bestem Freund Erhard bildet eine der spektakulären »ménages à trois« des 20. Jahrhunderts.
Martin Beyer hat einen Roman über eine große Tragödie der Literaturgeschichte geschrieben und lässt ein Leben zwischen Verzweiflung und Lust literarisch auferstehen.
Meine Rezension
“Alle Wasser laufen ins Meer” erzählt episodenhafte Ausschnitte aus dem Leben von Georg Trakl, einem Dichter des Expressionismus. Georg Trakl war, wie viele Dichter seiner Zeit, eine zerrissene Person. Er war schlecht in Mathe, Latein und Griechisch und traf sich oft mit Dichterkollegen. Er betäubt sich oft mit Drogen, wie “bestrichene” Zigaretten, Opium oder auch Alkohol. Seine jüngere Schwester Margarethe geht in Wien auf ein Internat. Wenn sie zu Hause in Salzburg ist, verbringen sie und Georg viel Zeit miteinander. Und eben auf diese Beziehung wird ein besonderes Augenmerk gelegt. Zwar steht diese nicht immer im Mittelpunkt, aber der Autor kehrt immer wieder darauf zurück. Den beiden Geschwistern wird eine inzestuöse Beziehung nachgesagt, allerdings gibt der Autor hierdrauf keine Antwort, ob es wirklich so war. Zwar spürt man als Leser, dass diese beiden Menschen mehr als nur “Geschwisterliebe” verbindet, aber dennoch wird es eigentlich offen gelassen.
Margarethe, genannt Grete, liebt den Freund ihres Bruders, Erhard Buschbeck, doch diese Liebe scheint nicht auf Gegenseitigkeit zu beruhen und so stürzt sich auch Grete nicht nur in ihre künstlerische Welt als Klavierspielerin und Komponistin und betäubt ihren “Schmerz” mit Alkohol.
Doch die “Leichtigkeit”, die im ersten Teil des Buches vorherrschte, legte sich schnell mit dem Tod des Vaters 1910. Denn dadruch geriet die Familie in finanzielle Not, sodass Grete nicht länger ihre Schule in Wien besuchen konnte und nach Berlin ziehen musste. Auch Georg musste sich von nun an mit kleineren Jobs durchschlagen, bis er sich 1914 dazu entscheidet, in den Krieg zu ziehen und was er dort erlebt, nimmt ihm letztlich jeglichen weiteren Lebensmut…
Georg Trakl ist mir zuerst in der Schule im Deutschunterricht begegnet, als wir expressionistische Gedichte durchgenommen haben. Damals habe ich nur grob etwas zu seinem Leben erfahren und immer vorgehabt, mich mehr mit ihm zu beschäftigen, sowie mit der Zeit in der er lebte, also der Anfang des 20. Jahrhunderts. Demnach war ich sehr gespannt auf den Roman “Alle Wasser laufen ins Meer”, der nicht nur das Leben von Georg Trakl beleuchtet, sondern auch sehr gut seine Zeit. Allerdings sollte man sich auch für diese Zeit und die Künstlerszene interessieren, sonst tut man sich mit diesem Buch keinen Gefallen. Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Roman nicht das gesamte Leben Georg Trakls, sondern nur Ausschnitte und daher sollte man sich besser schon etwas mit seinem Leben vorher beschäftigt haben, um an diesem Buch Genuss haben zu können.
Der Autor benutzt eine, wie ich finde, sehr schöne Sprache, die sich zwar toll lesen lässt, aber nicht ganz einfach, wie bei anderen Romanen. Er fängt die Zeit sehr gut ein und man merkt gar nicht, dass man sich bereits dem Ende nähert, denn leider besitzt der Roman “nur” 240 Seiten.
Das Cover empfinde ich als sehr gelungen und ich denke, dass es die beiden Geschwister darstellen soll. Auf Farben wird weitesgehend verzichtet, bis auf den Titel und das Logo des Verlages, so dass diese etwas herausstechen. Der Titel klingt sehr schön und darauf wird im Buch auch noch Bezug genommen. Der Grundton des Buches ist eher sehr melancholisch und traurig. Ein Brief von Grete an Georg wurde in vier Teile eingeteilt, und am Anfang und am Ende der insgesamt drei Teile des Buches eingefügt.
Allerdings muss ich bemängeln, dass vorallem am Anfang manche Sätze auf Französisch stehen, die zwar eigentlich passen, aber nicht übersetzt werden und Leute, die kein Französisch kennen, da sicherlich Probleme mit haben werden.
Ansonsten kann ich dieses Buch nur empfehlen.
Meine Bewertung
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Rubinrot. Liebe geht durch alle Zeiten – Kerstin Gier
Zeitreise Trilogie, Band 1
Verlag: Arena | Leseprobe
ISBN: 978-3-401-06334-8
Seiten: 345
Ausgabe: Hardcover
Preis: € 14,95
ET: 01.2009
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!
Meine Rezension
Die 16-jährige Gwendolyn wäre gerne ganz normal, wie ihre beste Freundin Leslie. Doch in Gwendolyns Familie ist alles ganz anders, Gwendolyn selbst kann Geister sehen und mit ihnen sprechen, eine Tante empfängt Visionen und ihre gleichaltrige Cousine Charlotte soll das Zeitreise-Gen besitzen. Jahrelang wurde Charlotte für ihren ersten Zeitsprung vorbereitet und niemand zweifelt daran, dass sie die Falsche sein könnte.
Doch es kommt natürlich wiedermal alles anders als gedacht. Denn Gwendolyn leidet schon etwas länger unter Schwindelgefühlen, was eigentlich ein Zeichen für eine (nahende) Zeitreise ist. Und tatsächlich, plötzlich findet sie sich in der Vergangenheit wieder und sie weiß nicht, was nun zu tun ist.
Als sie wieder in ihrer Zeit ist, versucht sie es ihrer Familie verständlich zu machen, doch das ist schwerer als gedacht, denn die meisten wollen das nicht wahrhaben, vorallem Charlottes Mutter und auch Charlotte macht keinen begeisterten Eindruck.
Von nun an muss Gwendolyn täglich zu den “Wächtern” gehen und dort lernt sie Gideon kennen, er besitzt ebenfalls das Zeitreise-Gen, allerdings liegt sein erster Zeitsprung schon etwas zurück.
Eigenlich kann Gwendolyn ihn ja gar nicht leiden, er ist schließlich viel zu arrogant, aber dennoch geht er ihr einfach nicht aus dem Kopf…
Von Kerstin Gier hatte ich bisher noch gar nichts gelesen, aber das hat sich jetzt mit “Rubinrot. Liebe geht durch alle Zeiten” geändert.
Dieses ist der erste Band einer Trilogie und laut amazon gibt es Band 2 leider erst im Januar. Das Ende ist zwar recht geschlossen, aber dennoch gibt es viele offene Fragen und Geheimnisse, die wohl erst später geklärt werden können.
Das Buch wird in der Ich-Form erzählt, aus der Sicht von Gwendolyn, was mir sehr gut gefallen hatte. Besonders schön fand ich es, über ihre Gefühle, Gedanken, etc. zu lesen. Für mich war Gwendolyn sehr authentisch, wie ein richtiger Teenager eben.
Aber ich fand es ziemlich erschreckend, wie ihre Familie reagiert hatte, als sie erfuhren, dass nicht Charlotte das Gen besitzt, sondern Gwendolyn. Zwar konnte ich es gut nachvollziehen, aber dennoch fand ich das ziemlich traurig.
Der Schreibstil ist sehr einfach und Gier schreibt sehr amüsant, sodass ich oft mit Gwendolyn lachen musste.
Die Aufmachung ist einfach klasse! Das wunderschöne rosa Cover mit den Scherenschnitten wird sicherlich mit dem Buch einen besonderen Platz in meinem Regal bekommen. Am Ende jedes Kapitels gibt es diverse Erklärungen, etc. zu den Zeitsprüngen oder über Gwens Familie, das immer in rosa geschrieben ist, genauso wie die Seitenzahlen. Und am Ende des Buches befindet sich noch ein Personenregister, was ich persönlich zwar nicht brauchte, aber dennoch finde ich es toll, dass es eines gibt.
Neben dem roten Lesebändchen ist dem Buch noch ein Lesezeichen beigelegt, auf dem dasselbe Bild ist, wie auf dem Cover. Eine tolle Idee und dieses Lesezeichen ist bei mir bisher immer in Benutz.
Ein wirklich wunderschönes und zauberhaftes Buch und ich warte jetzt gespannt auf Band 2.
Meine Bewertung
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