Buchcouch-Aktuell

Bitte kontaktieren Sie uns, um Rezensionswünsche zu besprechen, bevor Sie uns Rezensionsexemplare zusenden!!

Zum Mitnehmen gibt es auch einige Buchcouch-Banner.

Buchcouch-Archiv

Ele Wolff – Friesenhuus

3955734943-03-_scmzzzzzzz_

Verlag: Klarant
ISBN:  978-3955734947
Seiten: 220
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 11,99
ET: 09.2016

Rezension

Ein Krimi der etwas ruhigeren Art

Peter Hohboom wurde bei der Geburtstagsfeier seines Vaters entführt. Sein Vater, Habbo Hohboom, ist ein bekannter und erfolgreicher Schmuck-Unternehmer. Trotzdem weigert sich der alte Herr, das Lösegeld zu zahlen. Schlimmer noch, er verdächtigt seinen eigenen Sohn die Entführung nur inszeniert zu haben, um selbst an Geld zu kommen.

Die Feier fand im Hotel Frieshuus in Leer statt, hier arbeitet zur selben Zeit Janneke Hoogestraat. Sie hat hier einen kurzfristigen Job angenommen. Da sie selbst Krimis schreibt, ist sie natürlich neugierig darauf zu erfahren, was hier geschehen ist und warum. Sie stellt eigene Ermittlungen an und nimmt dabei Kontakt vor allem zu dem Ermittler Renke de Buhr auf.

Ele Wolff erzählt von einer Entführung in höchsten Kreisen, aber auch von Macht und Geldgier. Schnell wird klar, es geht nicht einfach nur um die Entführung des Sohnes, sondern, auch um die Art und Weise wie die Familie lebt und miteinander umgeht. Dies hat sie klasse in Szene gesetzt.

Gut gefallen hat mir hier, dass man den eigentlichen Kriminalfall mal nicht aus Sicht der Polizei sieht, sondern aus der Sicht von eigentlich unbeteiligten Personen. Janneke hat ja eigentlich nichts damit zu tun und ist nur durch Zufall vor Ort, aber so kann der Leser miterleben, wie die Polizeiarbeit auf Außenstehende wirkt. Janneke selbst stellt so ihre eigenen Überlegungen an. Sie hat mir als Charakter gut gefallen. Sie wirkt dabei wie eine Frau die weiß, was sie will. Schmunzeln musste ich nur immer wieder über ihren Schuhtick. Highheels auf dem Deich sind eben nicht so einfach. Ihre Beziehung oder vielmehr ihr Kennenlernen mit dem Ermittler Renke de Buhr ist wunderbar in die Handlung eingebunden.

„Friesenhuus“ ist vielleicht nicht der spannendste Krimi, aber er ist gut aufgebaut und erzählt ruhig von der Entführung und wie diese auf die beteiligten Protagonisten wirkte. Außerdem kann man hier wunderbar mit rätseln, wer Peter entführt hat. Es hat Spaß gemacht, mit diesen beiden das Rätsel um die Entführung und einiges andere zu lösen.

Die Lösung findet sich wirklich erst zum Schluss. Mir hat dieser Krimi gut gefallen, er war gut durchdacht und dabei angenehm zu lesen. Auch das Ostfriesenflair kam hier nicht zu kurz.

Bewertung:  4 von 5 Büchern

Vielen Dank an Rena Larf und den Klarant Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Verwandte Artikel:


Edna Schuchardt – Weil sie böse sind

3955735079-03-_scmzzzzzzz_  Ostfrieslandkrimi Bd. 3

Verlag: Klarant
ISBN:  978-3955735074
Seiten: 260
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 11,99
ET: 09.2016

Rezension

Ostfriesland-Krimi mit Humor

Im ostfriesischen Norddeich lebt der Shantysänger Johnny Hansen und Jeanette Maros soll mit ihm ein Interview machen. Doch daraus wird nichts, der Sänger liegt nämlich Tod in seinem Pool. Auch wurde am Strand eine weitere Leiche gefunden. Was ist hier nur los? fragt sich Daniel Beekmann. Die Neugier der Journalistin ist ebenfalls geweckt. Sie hatte sich eigentlich drauf gefreut, ihre Arbeit mit dem Privaten zu verbinden. Ihre Freunde Paulina und Daniel wollte sie schon seit langem mal wieder besuchen, aber nicht unbedingt so. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch Tante Betty auf und es dauert nicht lange, da steckt die alte Dame auch schon in Schwierigkeiten.

„Weil sie böse sind“ ist bereits der dritte Ostfriesland-Krimi mit der Journalistin Jeanette Maros und ihrer Tante Betty, allerdings kann man die Fälle sehr gut einzeln lesen. Vorkenntnisse sind hier nicht von Nöten. Ich habe die Vorgänger nicht gelesen und fühlte mich trotzdem wunderbar unterhalten. Die Autorin schafft es, mit ihrem lockern, humorvollen Erzählstil den Leser zu begeistern.

Zunächst wird ein bisschen aus dem Leben von Jeanette erzählt, ein bisschen wird Norddeich vorgestellt. Man lernt einige Bewohner kennen und hat einfach nicht das Gefühl einen Krimi zu lesen, wären da nicht die Leichen, die hin wieder einfach so auftauchen. Sicherlich wird der versierte Krimileser schnell einen Verdacht haben, wer hier mordet, aber ob der auch stimmt? Die Autorin hat ihre Spuren jedenfalls gut gelegt und die Spannung steigt von Seite zu Seite. Zumal nicht nur dieser Mord die Menschen in Atem hält, auch die Bewohner des kleinen Städtchens an der Nordsee haben da noch so ein paar Probleme, die geklärt werden wollen.

Die immer wieder eingestreuten Redewendungen im Plattdeutschen sorgen dann auch schnell für das richtige Nordseegefühl. Zudem ist die Journalistin Jeanette ein sympathischer Charakter, es macht Spaß mit ihr auf die Jagd nach dem Mörder zu gehen. Auch die Bewohner des kleinen Norddeichs werden gut dargestellt und fließen geschickt in die Geschichte mit ein. Sie sorgen für die richtige Stimmung und erzählen aus dem Leben an der Küste.

„Weil sie böse sind“ ist gut aufgebaut, mit ordentlich Humor gewürzt und spannend sowie unterhaltsam zu lesen. Ich hatte einiges an Lesevergnügen und würde jederzeit wieder zu solch einem Ostfriesland-Krimi dieser Autorin greifen.

4,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an Rena Larf und den Klarant Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!


Verwandte Artikel:


Elisabeth Büchle – Unter dem Sternenhimmel

3957341353-03-_scmzzzzzzz_ Band 2 Weihnachtsreihe

Verlag: GerthMedien
ISBN:  978-3957341358
Seiten: 208
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 12,99
ET: 08.2016

Rezension

Von Liebe und Vertrauen

Chiara arbeitet in einer Bank, als sie dort auf Noa trifft. Diese möchte einen Kredit, um sich ihren Lebenstraum von einem eigenen Cafe mit Bücher und Dekoshop zu verwirklichen. Die Bank lehnt zwar ab, aber Chiara gefällt die Idee so gut, dass sie beschließt, der jungen Frau zu helfen. So entsteht in ihrer alten Stadtvilla ein Cafe. Maßgeblich daran beteiligt wird der Schreiner Jonas. Er soll den Innenausbau bewerkstelligen und fühlt sich schnell zu Noa hingezogen, aber irgendetwas hält ihn davon ab, sich der Frau zu nähern. Noa’s Vergangenheit ist unklar, niemand weiß genau, wo sie eigentlich herkommt oder was sie vorher gemacht hat.

„Unter dem Sternenhimmel“ ist zwar der Nachfolgeband zu „Unter dem Polarlicht“ kann aber trotzdem einzeln gelesen werden. Die eigentliche Geschichte hier hat ihren Fokus auf Noa und Jonas, Chiara tritt mehr in den Hintergrund. Noa wird als junge Frau beschrieben, die sehr ängstlich ist. Ihr Selbstvertrauen ist quasi nicht vorhanden. Mithilfe ihres Shops will sie sich selbst beweisen, dass sie was kann und ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft sein kann. Für Noa ist es ein harter Weg, denn schnell holt sie die Vergangenheit ein. Sie muss für ihre Ziele und Ideale kämpfen. Leider steht sie sich dabei oft selbst im Weg und es fällt ihr schwer, den Menschen in ihrer neuen Umgebung zu vertrauen. Vor allem ihre Beziehung und Freundschaft zu Jonas hat darunter zu leiden. Für Jonas wird es eine harte Geduldsprobe, um Noa’s Herz zu gewinnen. Leider hat auch er seine Vergangenheit, die nicht einfach war und die er verarbeiten muss. So haben die Zwei einige Höhen und Tiefen zu überwinden bevor sie eine Zukunft haben. Mir hat gut gefallen, wie die Charaktere sich so nach und nach in ihrer Geschichte entwickeln, Vertrauen aufbauen und den richtigen Weg finden.

Elisabeth Büchle beschreibt mit leisen Worten die Schwierigkeiten der Protagonisten. Sie erzählt von Glauben und vor allem von Vertrauen. Egal jetzt ob Vertrauen zu anderen Menschen oder Vertrauen zu Gott. Denn auch der christliche Glaube spielt eine wichtige Rolle. Büchle schafft es auch hier wieder, die richtige Mischung aus Glaube und Liebesroman zu erzählen. So fügen sich die Handlung und der Glaube zu einem Ganzen zusammen.

„Unter dem Sternenhimmel“ ist ein schöner, kleiner Liebesroman, der sich wunderbar lesen lässt. Vielleicht regt er auch den einen oder anderen dazu an, mal über das eigene Vertrauen zu anderen nachzudenken, eine schöne Liebesgeschichte erzählt er alle mal. Mir hat „Unter dem Sternenhimmel“ gut gefallen.

Bewertung: 4,5 von 5 Büchern


Verwandte Artikel: