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Letztes Update: 16. Oktober 2012

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Oliver Becker – Das schwarze Erbe

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Das schwarze Erbe

Verlag: bookshouse
ISBN: 978-9963523016
Seiten: 373
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 14,99
ET: 30.04.2014

Es beginnt im Schwarzwald des 19.Jahrhunderts. Der Räuberhauptmann Johann von Kusterberg nimmt sich des Waisenjungen Tobias an. Tobias wächst bei der wilden Räuberbande auf und sein größter Wunsch ist es, so zu werden wie der Hauptmann selbst. Aber es kommt alles ganz anders. Ein Überfall auf eine mysteriöse Kutsche beendet das Leben der gefürchteten Kusterbergbande. Tobias ist nun auf sich allein gestellt. Was bleibt ist das Geheimnis seiner Herkunft. Die Lady aus der Kutsche scheint einiges über Tobias zu wissen, doch sie ist verschwunden und Johann von Kusterberg starb noch bevor er das Geheimnis lüften konnte. Nur der alte Erasmus hat den Überfall überlebt. Er bringt Tobias dazu der Lady zu folgen, und so beginnt eine abenteuerliche Reise vom Schwarzwald nach Hamburg und schließlich in die neue Welt nach Amerika. Als einziges Andenken an sein altes Leben bleibt Tobias ein geheimnisvolles Bärenmedaillon und ein mysteriöser Familienfluch.

Der Erzählstil von Oliver Becker zeichnet sich durch knappe, präzise Sätze aus. Er bringt die Szenen auf den Punkt ohne viel auszuschmücken. Dabei erzählt er spannend und fesselnd die Geschichte von Tobias. Einmal begonnen ist es fast unmöglich einen Lesestopp einzulegen. Man will und muss einfach wissen wie es weitergeht. Tobias lernt der Leser als junges Bandenmitglied kennen. Er kennt nur seine Welt und nichts sonst. Der plötzliche Tod der gesamten Bande zwingt Tobias dazu Erwachsen zu werden und für sich selbst zu sorgen. Er macht sich auf den Weg das Geheimnis seiner Herkunft zu lüften und dieser Weg ist ein sehr spannender, der ihn bis in die neue Welt führt. Vom Schwarzwald über Hamburg nach New York und dann weiter gen Westen zu den Indianern in den Black Hills. So ganz nebenbei erfährt der Leser von den politischen Gegebenheiten dieser Zeit. Die Überfahrt wird anschaulich geschildert und vor allem das Erreichen einer völlig neuen Welt und die damit verbundenen Probleme sind einfach gut dargestellt. Ein bisschen Mystery hat Oliver Becker auch geschickt mit eingewoben. So ist von schwarzem Blut und einem geheimnisvollen Familienfluch die Rede. Es ist an Tobias dies aufzuklären. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Schon bald lernt Tobias eine junge Frau, Elisabeth, kennen die sein Herz erobert. Ein kleiner Handlungsstrang ist auch ihr gewidmet. Dieser Teil ist kurz gehalten und nicht so vordergründig, lässt aber auch nichts aus. Es passt einfach alles zusammen. Die Geschichte ist stimmig, die Charaktere gut ausgearbeitet und das Leben von Tobias und seinen Freunden glaubwürdig und spannend.

In einem kleinen Nachwort klärt der Autor noch kurz Fiktion und Wahrheit, auch sehr interessant.  Das dunkle Cover wirkt auf den ersten Blick etwas düster, aber bei genauerem hinsehen gibt es sogar Hinweise auf die Geschichte im Buch. Geschickt gemacht und mal etwas anderes.

„Das schwarze Erbe“ ist eine Geschichte über einen jungen Mann, der sich vom Schwarzwald aus auf den Weg macht das Geheimnis seines Lebens zu lüften. Die Abenteuer die er dabei erlebt sind spannend zu lesen und sorgen für vergnügte Lesestunden. Am Ende fällt es schwer Tobias einfach gehen zu lassen, das Ende kam einfach viel zu schnell.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern

Vielen Dank an Oliver Becker für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Totentanz – Martina André

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Totentanz
Verlag: Rütten & Loening

ISBN:9783352008757
Seiten: 638
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 16,99
ET: 07.04.2014

Die Autorin Martina André erzählt ihre Geschichte in zwei voneinander unabhängigen Handlungssträngen. Zum einen, einen spannenden historischen Teil. Dieser beginnt im Jahre 1476 in Italien. Hintergrund ist hier das Attentat der Familie Pazzi auf die Familie Medici. Er ist spürbar gut recherchiert und spannend geschildert. Die fiktiven Protagonisten Gabrielle und Damian fügen sich spielend in die historische Handlung ein. Zugleich gibt die Autorin einen schönen Einblick in die damalige Zeit und in das politische Gefüge der Mächtigen und Reichen. Mir hat das gut gefallen. Es wirkt authentisch und glaubwürdig. Die Protagonisten sind so lebendig und schon von den ersten Zeilen an sympathisch.

Dann geht es zunächst weiter im Jahre 2014. Der Leser lernt Elle kennen. Sie ist die Tochter eines Mafiabosses und gleichzeitig auch die Exfrau eines Mannes aus diesem Milieu. Ihr Vater ist verstorben und hinterlässt ein umfangreiches Vermögen, welches natürlich auch Elles Exmann interessiert. Ein Attentat auf Elle schickt sie ins Koma und der Weg zum Erbe scheint frei zu sein. Spätestens ab hier wird klar, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen historischen Roman handelt. Ein mysteriöser, gutaussehender, fremder Mann taucht bei Elle auf und bittet sie ihm zu vertrauen. Was will der Fremde? Wo kommt er her? Und was haben Damian aus dem Jahre 1476 und er gemeinsam? Frau André hat sich offenbar intensiv mit dem Thema Nahtoderfahrung auseinander gesetzt und so erzählt sie von Dämonen und Geistern und wie das Leben nach dem Tod weiter gehen könnte. Ich bin ihr gern auf diesem Weg gefolgt und fand ihre Darstellung interessant und spannend zu lesen. Geschickt verbindet sie die beiden Handlungsstränge und den Mysterypart miteinander und so fließen Gegenwart, Vergangenheit und Fantasy ineinander über. Auch spielt die Liebe eine große Rolle in dieser Geschichte. Ein paar erotischen Szenen erzählen davon.

Am Ende gibt es ein Personenregister in dem die historischen Protagonisten gekennzeichnet sind. Ein Nachwort klärt kurz Fiktion und Wahrheit und ein kleines Glossar klärt noch zusätzlich fremde Begriffe. Auch das Cover und der Titel passen wunderbar zu der Geschichte zwischen den Buchdeckeln.

„Totentanz“ ist wieder ein gelungener Roman von Martina André. Es ist alles dabei, Liebe, Verrat und Spannung. Himmel und Hölle gegeneinander auf Erden sowie darüber hinaus. Der historische Part, wie immer gut recherchiert und interessant zu lesen und der Rest Fantasy pur. Für Leser die sich auch gern mal auf ungewöhnliche Abenteuer einlassen, genau das Richtige.
Meine Bewertung

4,5 von 5 Büchern

Vielen Dank an Martina André für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Die Honigprinzessin – Julia Drosten

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Verlag:  Drosten Westf. (6. Februar 2014)
ISBN: B00IASWQJW
Ausgabe: Kindle Edition
Seiten: 389
Preis: € 6,49

 Inhalt:Alina lebt und arbeitet in Berlin. Eines Morgens stößt sie beim Inline-Skaten mit einem Mann zusammen der George Cloony zum verwechseln ähnlich sieht. Der Mann ist schwer verletzt, und kommt ins Krankenhaus. Alina sieht sich in der Pflicht sich um die Bienenvölker des Mannes zu kümmern. Im Haus von Georg Westpahl trifft sie dann auf dessen gutaussehenden Sohn Sven. Er geht davon aus, dass Alina sich an seinen Vater heranmachen will und ist dann auf dem besten Weg sich selbst in Alina zu verlieben. Die junge Frau arbeitet eigentlich als Marketingmanagerin in der Firma ihres Freundes Marc. Doch um die Bienen zu versorgen nimmt sie sich eine  Auszeit, was zwangsläufig auch zu Spannungen in ihrer Beziehung führt.

Rezension: Der Erzählstil von Julia und Horst Drosten ist leicht und flüssig zu lesen. Gleich von der ersten Seite, mit dem Unfall an, packt es den Leser und es fällt schwer wieder aufzuhören. Klingt der Titel zunächst auch noch nach einem etwas kitschicken, klebrigen Roman, so wird schnell klar, dass dem nicht so ist. Die Geschichte der Marketingmanagerin und ihres Freundes, der auch zugleich ihr Chef ist, scheint zunächst einfach zu sein. Doch durch den Unfall mit dem Herrn der Bienen, Georg Westphal, ändert sich alles. Für Alina werden Dinge wichtig und interessant, die sie sonst nicht beachtet hat. Schnell wird aber auch klar, dass hier nicht unbedingt die Menschen die eigentlichen Helden der Geschichte sind. Es sind vielmehr die Bienenvölker. Ihr Schicksal wird erzählt und davon wie ihnen geholfen werden kann.

„Die Honigprinzessin“ ist zwar ein Liebesroman, aber die Aussage geht uns alle an. Zitat: „Vier Jahre nach den Bienen stirbt der Mensch“ soll schon Einstein gesagt haben. Dies scheint auch das Motto dieses Romans zu sein. Glaubhaft schildert das Autorenpaar wie sich der Einsatz von Pestiziden auf die Bienen auswirkt.

In der E-Book-Ausgabe gibt es vor jedem Kapitel nicht nur wissenswertes über die Bienen zu lesen sondern auch einen Link der den Leser auf die Seite von Imkervereinen oder zum Beispiel zu Herstellung von Honig führt. Insgesamt sind es 12 Kapitel, also ein gesamter Jahreszyklus, über diese wundervollen kleinen Tiere. Der Leser erfährt so ganz nebenbei, wie so ein Bienenjahr aussieht und was bei Haltung dieser Tiere und zur Honigherstellung zu beachten ist. Auch die Seite des Umweltschutzes wird gut beleuchtet. Von Umweltgiften und wie man die Bienen schützen kann wird erzählt.

Die einzelnen Charaktere sind dabei gleichzeitig liebevoll gestaltet worden. So werden Alina, ihre Freundin Dani, Sven und dessen Vater, der George-Cloony-Doppelgänger, sowie natürlich Lilo, schnell sympathisch. Mit ihrer munteren Art fesseln sie den Leser und es macht Spaß die Geschichte der Bienen zu lesen. Die Liebesgeschichte um Alina und Sven ist gekonnt mit der Geschichte der Bienen verwoben.

„Die Honigprinzessin“ ist ein gut gestalteter Liebesroman vor einem Hintergrund der interessant ist.  Die Handlung um Alina und Sven und die Bienen sorgen für Abwechslung  und Lesespaß. Es ist eine absolute Buchempfehlung und macht nebenbei noch Lust auf ein leckeres Honigbrot.

5 von 5 Büchern

Vielen Dank an Julia und Horst Drosten für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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