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Andrea Schacht – Die Fährmannstochter

fährmannstochter

Verlag:  Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN:  978-3442382552
Seiten: 432
Ausgabe: Taschenbuch
Preis: € 9,99
ET: 02.2015

Meine Rezension

Myntha, die Tochter des Fährmanns lebt in dem kleinen Ort Mülheim kurz vor Köln im Jahre 1420. Eigentlich lebt sie ein beschauliches Leben, als sie eine kranke Pilgerin aufnimmt und Gesund pflegt. Gleichzeitig bricht im Kloster der Machabäerinnen ein Feuer aus und die Oberin kommt darin um, verdächtigt wird die Pilgerin, da sie zu diesem Zeitpunkt auch im Kloster war. Dann zieht auch noch ein geheimnisvoller Fremder in die unmittelbare Nachbarschaft des Fährhauses. Nicht nur der Mann selbst ist fremd, er spricht auch noch mit den Raben.

„Die Fährmannstochter“ ist der Auftakt zu einer neuen historischen Reihe von Andrea Schacht oder aber vielleicht auch der 11. Teil einer wunderbaren Reihe. Alle Bücher spielen im Umfeld Kölns im 15. Jahrhundert und auch die Protagonisten sind miteinander verwandt oder bekannt. So trifft der Leser hier gleich auf alte Bekannte aus den Vorgängerbänden wieder. Leider muss auch gleich Abschied genommen werden, den auch lieb gewordene Protagonisten können nicht ewig Leben. Das Treffen mit diesen alten Bekannten macht Spaß, irgendwie fühlt man sich sofort wohl und vertraut mit dem Buch.

Danach werden aber auch gleich neue Akteure vorgestellt, wie eben Myntha, die Fährmannstochter gemeinsam mit ihrer Familie oder Frederic Bowmann und seine Raben und noch einige mehr.

Der Erzählstil der Autorin ist leicht und locker zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Die Dialoge sorgen dafür, dass man zwischendurch immer wieder was zum Schmunzeln hat. Es macht einfach Spaß den Gesprächen zu lauschen. Vor allem denen zwischen Myntha und dem Rabenmeister sorgen für Heiterkeit. So ganz nebenbei erzählt die Autorin aber auch von dem Leben dieser Zeit und lässt die Epoche des 15. Jahrhunderts lebendig werden.

Die Geschichte selbst ist in mehrere Handlungsstränge unterteilt, so das der Leser mal bei diesem Protagonisten ist und mal bei jenem. Ihm entgeht eben nichts. Wie in allen Romanen dieser Reihe gibt es auch hier wieder jede Menge Geheimnisse, die geklärt werden wollen. Zum einen muss der Tod der Oberin des Klosters aufgeklärt werden. Dieser Fall ist schwierig und sorgt dafür, dass Myntha mit hineingezogen wird. Sie will wissen, warum die Frau sterben musste und wieso die Pilgerin verdächtigt wird und was verbirgt die Pilgerin überhaupt alles, denn sie erzählt nicht, wo sie herkommt. Auch Frederic hat Geheimnisse die er nicht preisgibt. Einige dieser Geheimnisse werden so nach und nach geklärt und erzählt aber vieles bleibt auch im Dunkeln und wird wohl erst mit den nächsten Bänden Klärung finden.

Auch bei dieser Reihe wird es wohl insgesamt fünf Bände geben in denen Myntha und Frederic ihren Weg gehen werden. Man darf gespannt sein was für Abenteuer sie erleben werden und welche Höhen und Tiefen sie zu überwinden haben und wo sie am Ende landen werden. In jedem Fall macht es einfach Spaß diese Bücher zu lesen.

 

Meine Bewertung

4,5 von 5 Büchern


Verwandte Artikel:


Tim Pieper – Dunkle Havel

dunkle Havel

Verlag: emons

ISBN: 978-3954515073

Seiten: 256

Ausgabe: Taschenbuch

Preis: € 9,90

ET: 12.03.2015
Meine Rezension

In Potsdam wird ein Toter gefunden. Schnell stellt sich heraus der Mann wurde ermordet. Hauptkommissar Toni Sanftleben wird gerufen. Er durchsucht die Sachen des Opfers und dabei fällt ihm ein Foto in die Hände. Voller Entsetzten stellt er fest es ist ein Foto seiner Frau, diese verschwand vor 16 Jahren spurlos. Toni sucht schon so lange nach Hinweisen und nun scheint es so als hätte er endlich etwas gefunden, aber kann er wirklich herausfinden, was damals geschah? Was hat der Tote damit zu tun? Wer steckt dahinter?

Dieser Krimi von Tim Pieper spielt diesmal in der Gegenwart, (bisher kenne ich nur historische Krimis oder Romane von ihm,) aber auch hier ist sein Erzählstil leicht und flüssig zu lesen. In diesem Krimi ist alles vorhanden, was ich von einem guten Krimi erwarte. Am Anfang stehen ein Mord und eine rätselhafte Verschwundene junge Frau. Es gibt viele Spuren und Hinweise. Diesen Fall aufzuklären ist jedoch nicht so einfach. Schon der Prolog, der von dem Verschwinden der Frau erzählt, lässt einen einfach nicht mehr los.

Dann sind da die Protagonisten vor allem Toni Sanftleben, er wird als Mann geschildert, der über Jahre nach seiner Frau sucht und dies bleibt eben nicht ohne Spuren. Er hat einen Sohn, den er allein aufziehen muss, dies gelingt ihm anscheinend auch gut. Überhaupt wirkt es auf den ersten Blick so als sei alles in Ordnung aber bei näherem Hinsehen beziehungsweise von Seite zu Seite wird klar der Hauptkommissar hat nicht alles im Griff. Er hat ein Problem mit Alkohol, und eben damit dass seine Frau einfach so verschwand und er nicht weiß warum. Diese menschliche Seite von Sanftleben hat der Autor gut eingefangen und auch glaubwürdig geschildert. Gerade das Zwischenmenschliche und das das Leben eben manchmal seltsame Wege geht ist hier gut verpackt und wiedergegeben. Beim Lesen ist man dann eben doch bei diesem Mann und hofft mit ihm einfach das er vor allem dieses verschwinden seiner Frau aufklären kann und natürlich auch den Mord und alles was dazu gehört.

„Dunkle Havel“ ist ein spannender Krimi der einem beim Lesen nicht so schnell loslässt. Die Seiten fliegen nur so dahin und es geht gar nicht anders als immer weiter zu lesen, bis der gesamte Fall geklärt ist. Ich habe diesen Krimi regelrecht verschlungen, bitte mehr davon.

Meine Bewertung

5 von 5 Büchern

Vielen Dank an Tim Pieper für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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Bettina Szrama – Die Magnatin. Mein Leben am Hof der Blutgräfin Elisabeth Báthory

die Magnatin

Verlag: Acabus Verlag
ISBN: 978-3862823642
Seiten: 320
Ausgabe: Broschiert
Preis: € 13,90
ET: 01.05.2015

1594 Ungarn: Susanna von Weißenburg, eine junge Adlige, bekommt die Chance am Hof der ungarischen Gräfin Elisabeth Báthory-Nádasdy zu leben und dort eine Erziehung zu genießen. Sie hofft, dadurch irgendwann einen Ehemann zu finden und das Leben im Kreis des Hochadels Ungarn erleben zu können. Aber es kommt alles ganz anders. Merkwürdige Dinge gehen auf der Burg von Savar vor. Elisabeth geht nicht eben sanft mit denen ihr anvertrauten Mädchen um. Gerüchte machen schnell die Runde, es heißt die Gräfin würde ihre Mägde quälen und töten. Was erwartet Susanna?

Bettina Szrama lässt ihre Protagonistin Susanna ihre Geschichte selbst erzählen. Dem ein oder anderen Leser mag dies vielleicht ein bisschen zu viel sein denn die Lebensgeschichte der Gräfin Elisabeth Báthory ist keine einfache Geschichte. Diese Frau ist als Massenmörderin in die Geschichte eingegangen und so erzählt die Autorin hier auch von den Gräueltaten dieser Gräfin. Susanna ist eine Überlebende aus dem Umfeld der Gräfin und was ihr alles Widerfahren ist erzählt sie nun ganz genau. Durch die Ich-Perspektive bekommt der Leser die Geschehnisse so mit wie Susanna sie selbst erlebt hat, dieser Erzählstil fordert dem Leser schon einiges ab. Es ist keine einfache Geschichte, die hier vorliegt und so ist dieses Buch vielleicht nicht unbedingt ein Wohlfühlbuch, dafür aber sehr interessant geschrieben.

Einzelne Charaktere wie eben Susanna und auch die Gräfin sind gut ausgearbeitet worden und wirken lebendig und echt. Wobei man sich sicherlich fragt, warum ein so junges Mädchen wie Susanna es so lange bei der Gräfin ausgehalten hat, aber auf der anderen Seite hatten die Mädchen ja kaum eine Chance ihrem Schicksal zu entfliehen. Die Gräfin war eine mächtige Frau und genau dies kommt deutlich zur Sprache und erklärt auch ein bisschen das Verhalten von Susanna.

Die Magnatin“ ist ein historischer Roman über eine Massenmörderin aus Adelskreisen. Die Gräfin Elisabeth Bathory-Nadasdy ist historisch belegt, ob sie wirklich so gehandelt hat wie hier beschrieben lässt sich wohl nicht mehr nachvollziehen, aber so wie es hier geschildert wird könnte es durchaus gewesen sein. Die Geschichte von Susanna ist glaubwürdig erzählt wenn auch nicht einfach zu lesen, dafür macht sie aber neugierig auf diese Epoche und vor allem auf die Menschen dieser Zeit.

Meine Bewertung

Vielen Dank an Bettina Szrama für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


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